JABBERFISH - Die "irgendwas mit Medien-Challenge" mit Haeme Ulrich + Bernd Zipper

Challenge Nr. 12: Googles Ende des User-Trackings: Gut oder schlecht?”

March 07, 2021 Haeme Ulrich, Bernd Zipper Season 2 Episode 12
JABBERFISH - Die "irgendwas mit Medien-Challenge" mit Haeme Ulrich + Bernd Zipper
Challenge Nr. 12: Googles Ende des User-Trackings: Gut oder schlecht?”
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JABBERFISH - Die "irgendwas mit Medien-Challenge" mit Haeme Ulrich + Bernd Zipper
Challenge Nr. 12: Googles Ende des User-Trackings: Gut oder schlecht?”
Mar 07, 2021 Season 2 Episode 12
Haeme Ulrich, Bernd Zipper

Kürzlich hat Google bekannt gegeben, auf 2022 das Cookie basierende Tracking zu beenden. Cookies werden heute benötigt, um das Verhalten der User im Web zu verfolgen. Im Falle von Google werden Cookies auch benutzt, um personalisierte Werbung ausspielen zu können.

Google hat nun einen anderen Weg gefunden: Werbung soll künftig an Kohorten ausgespielt werden – ”Federated Learning of Cohorts” (FLoC) heisst die Nachfolge-Technologie der Cookies, hinter welcher nicht nur Google steht. In der Tat geht es darum, Gruppen von gleich Tickenden anzusprechen. “So, wie wir das in aktuellen Management-Frameworks mit dem Bilden von Personas und Zielgruppen auch tun” fällt Haeme auf. Überhaupt glaubt Haeme, dass das Ende der Cookies das Web sauberer machen könnte, ohne dabei Nachteile aus User-Sicht in kauf nehmen zu müssen. Darauf Bernd: “Eines ist klar: Google gibt damit nicht das Werbegeschäft auf. Google ist eine Marketing Company, das wird sie bleiben. Spannend ist, wie sich jetzt der Facebook-Konzern aufstellen wird, dessen Datensammlerei die Basis des eigenen Business-Modells darstellt.” Denn die Sache ist einfach: Daten sind im Web die Währung Nummer eins. Willst du in einer anderen Währung bezahlen, heisst es, Kreditkarte zu hinterlegen.
 Das Google-Werbenetzwerk ist nicht alleine mit grossen Veränderungen im Aufzeichnen des User-Verhaltens. Weitere Produkte aus dem Alphabet-Konzern sollen folgen: Android soll anonymer werden, der Chrome-Browser ist es bereits geworden und soll es weiter werden. Auch Apple schreibt sich auf die Fahne, die Daten der User zu schützen – mit der nächsten Version von iOS sind massive Eingriffe ins System geplant.

 Gut oder schlecht? Wir wissen es nicht. Tönen tut es nicht verkehrt. Und schaden tut es nicht, die Cookie-Technologie aus dem Jahre 1994 kräftig zu überdenken.
 
 Willst du Bernd und Haeme herausfordern? Hast du ein Thema, worüber die beiden eine jabberfish-Folge diskutieren können? Nichts wie in die Tasten hauen und senden an team@jabberfish.de

Show Notes

Kürzlich hat Google bekannt gegeben, auf 2022 das Cookie basierende Tracking zu beenden. Cookies werden heute benötigt, um das Verhalten der User im Web zu verfolgen. Im Falle von Google werden Cookies auch benutzt, um personalisierte Werbung ausspielen zu können.

Google hat nun einen anderen Weg gefunden: Werbung soll künftig an Kohorten ausgespielt werden – ”Federated Learning of Cohorts” (FLoC) heisst die Nachfolge-Technologie der Cookies, hinter welcher nicht nur Google steht. In der Tat geht es darum, Gruppen von gleich Tickenden anzusprechen. “So, wie wir das in aktuellen Management-Frameworks mit dem Bilden von Personas und Zielgruppen auch tun” fällt Haeme auf. Überhaupt glaubt Haeme, dass das Ende der Cookies das Web sauberer machen könnte, ohne dabei Nachteile aus User-Sicht in kauf nehmen zu müssen. Darauf Bernd: “Eines ist klar: Google gibt damit nicht das Werbegeschäft auf. Google ist eine Marketing Company, das wird sie bleiben. Spannend ist, wie sich jetzt der Facebook-Konzern aufstellen wird, dessen Datensammlerei die Basis des eigenen Business-Modells darstellt.” Denn die Sache ist einfach: Daten sind im Web die Währung Nummer eins. Willst du in einer anderen Währung bezahlen, heisst es, Kreditkarte zu hinterlegen.
 Das Google-Werbenetzwerk ist nicht alleine mit grossen Veränderungen im Aufzeichnen des User-Verhaltens. Weitere Produkte aus dem Alphabet-Konzern sollen folgen: Android soll anonymer werden, der Chrome-Browser ist es bereits geworden und soll es weiter werden. Auch Apple schreibt sich auf die Fahne, die Daten der User zu schützen – mit der nächsten Version von iOS sind massive Eingriffe ins System geplant.

 Gut oder schlecht? Wir wissen es nicht. Tönen tut es nicht verkehrt. Und schaden tut es nicht, die Cookie-Technologie aus dem Jahre 1994 kräftig zu überdenken.
 
 Willst du Bernd und Haeme herausfordern? Hast du ein Thema, worüber die beiden eine jabberfish-Folge diskutieren können? Nichts wie in die Tasten hauen und senden an team@jabberfish.de